Moderne Kunst auf drei Etagen
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Bisherige Ausstellungen

 

EVA RECORDON
Synergien

14. Juli bis 11. Oktober 2017

Die Bilderzyklen von Eva Recordon vereinen leuchtende, kraftspendende Farben, die energetisch zwischen Aufladung und Entladung changieren. Die Vielschichtigkeit der Abstraktionen breiten durch dynamische Pinselstriche und Spachtelduktus komplexe Topographien auf die Leinwandoberfläche. So entstehen auch frappierende Texturen durch den organischen Materialeinsatz. Diese plastischen Einschreibungen machen den unverwechselbaren Charakter der Bildwelten der Künstlerin aus. Eva Recordon ist gebürtige Ulmerin. Seit einer Dekade ist sie zwischen ihrer Stuttgarter Atelier-Galerie und dem Süden der Provence unterwegs.

In die Arbeiten von Eva Recordon führte bei der Vernissage der Künstler Peter Degendorfer mit bewährtem Esprit ein. Für den musikalischen Part sorgte der zwischen Klassik, Jazz und elektronischer Musik grandios aufspielende Cellist Friedemann Dähn, der unter anderem mit dem „Ensemble Modern“ mit Frank Zappa spielte und 1. Cellist der Württembergischen Philharmonie oder Macher des Internationalen CAMP-Festivals ist.

Das berichtete die Südwest Presse.

Impressionen zur Vernissage

 


BEST 07 I 17
3. Mai 2017 bis  6. Juli 2017

In den vergangenen Jahren haben wir fast immer Arbeiten der Künstler und Künstlerinnen ankaufen können, die unser Haus über einen Zeitraum von zwei bis drei Monaten belebt und verändert haben. Inzwischen kann man sagen: Da ist einiges zusammengekommen, und wir zeigen es sehr gerne. Unsere Ausstellung wird aus diesem Grund auch den Titel „BEST 07 I 17 – Bestandsaufnahme“ tragen, wobei die Ankäufe immer ganz subjektiv das Beste aus unserer Sicht waren. Wir können auch nur eine Auswahl der Arbeiten zeigen, denn BEST 07 I 17 soll mehr als ein Sammelsurium sein und für spannende Verbindungen zwischen den unterschiedlichen künstlerischen Positionen sorgen.

Baric – Bilger – Chebarov – Degendorfer P – Degendorfer F – Eberwein
Grudziecki – Hagenmaier – Helfrich – Herzog – Hörger – Möndel – Münch – Kahl – Knöpfle – Kolev – Kucher – Pilsl – Pfisterer – Schlecker – Sigle – Strohmeier – von der Heydt – Weber – Witzke – Wogenstein

Das berichteten die Südwest Presse und die Neu-Ulmer Zeitung.

Impressionen

 

SIBYLLE MÖNDEL
Innere Landschaften
20. Januar 2017 bis 21. April 2017

Malerei und Siebdruck sind die von der aus Kornwestheim stammenden Künstlerin Sibylle Möndel bevorzugten Techniken. So auch in der Ausstellung „Innere Landschaften“, in der sie den Bogen von reiner Tafelbildmalerei bis zu dominant mit Siebdruck geschichteten seriell entstandenen Mischtechnik‐Bildern spannte. Technik und Themen bedingen sich gegenseitig. In die Ausstellung führte die Malerin, Kuratorin und Performancekünstlerin Angelika Flaig ein. Zudem begeisterten Teufelsgeiger Martin Schnabel und der Text-Meister Jonas Bolle die Zuhörer als Wort- und Klangwerker auf ihrer „Expedicion:Unerforscht“ in ein Netz aus elektrischen Sounds und elektrisierenden Texten.

Impressionen – Vernissage und Ausstellung

 

DAS GEMISCHTE QUARTETT
21. Oktober 2016 bis 11. Januar 2017

Das Gemischte Quartett hat sich auf drei Stockwerken der Galerie im Science Park künstlerisch ausgebreitet. Ursula Buchegger, Hiltraud Repphun, Allhaidis Hartmann und Stefan Kübler nutzen gemeinsam den gesamten Raum, spielen aber auch bewusst mit freien Flächen. Malerei, Objekte, Zeichnungen, Collagen und einiges mehr erwartet die Besucher in dieser besonderen Gruppenausstellung, in der drei der profiliertesten Künstlerinnen aus dem Großraum Tübingen und ein Dresdner miteinander agieren, aufeinander reagieren und sich kreativ vernetzen. Bei der sehr gut besuchten und stimmungsvollen Vernissage fand der Zeichner, Schriftsteller und Verleger Florian L. Arnold für das Gezeigte die richtigen Worte. Die Flo(H)band (Florian Kienzerle – Gitarre, Gesang, Irmgard Bühler – Cello, Luggi Cisar – Slide-Gitarre), brachte im Trioformat eigene Songs zu Gehör und konnte die Vernissage-Gäste begeistern.

Impressionen – Vernissage und Ausstellung

 

PETER BARIC
Like the River
1. Juli 2016 bis 29. September 2016

Der weitgereiste und aktuell in Heidenheim lebende Künstler Peter Baric setzte in seiner Ausstellung mit dem Titel „Like the River“ ganz besondere bildhafte Akzente. Der im kroatischen Vukovar geborene Künstler Peter Baric lebte und arbeitete unter anderem in Berlin, Melbourne oder Wien. In seinen Arbeiten werden vor allem dünne Holzstäbchen verschiedener Länge auf Bildträger gereiht und mit Ölpastellkreiden, Acryl- und Transparentlack behandelt oder mit bloßen Fingern verrieben. Baric versucht jeglichen persönlichen Duktus sowie die auktoriale Geste des Expressiven zu vermeiden. Seine Arbeiten sind zwar im Konkreten verankert, berühren aber durch ihre emotionalen Impulse und den Rhythmus der Strukturen. Bei der Vernissage in der Galerie im Science Park interpretierte der Ulmer Klangkünstler und -forscher Andreas Usenbenz das Gezeigte mit elektronischen Soundflächen. Erstmals fand eine Ausstellung unserer Galerie im Rahmenprogramm des Internationalen Donaufest Ulm/Neu-Ulm statt.

Impressionen – Vernissage und Ausstellung

 

Patrik Pilsl
World we knew

ULM +++ Zuletzt konnte man Arbeiten von Patrick Pilsl in Ulm vor zwei Jahren in der Galerie von Tobias Schrade sehen, als er gemeinsam mit den drei Kollegen der Kunstsportgruppe Hochobir ausstellte. Nun also zurück an der Donau ein ARTistisches Solo und nicht weniger als ein Wagnis.Während die Galerie im Science Park wegen ihrer hohen Wandflächen besonders bei Künstlern gefragt ist, die sich in großen Formaten ausdrücken, ist Patrick Pilsl in den vergangenen Jahren in Berlin zum akribischen Detailist geworden. Neben seiner gleichsam ironischen wie hinterfragenden kartographischen Arbeit, die Marktplätze, Diktatoren und Drogenwege freilegt, zeichnet er beispielsweise mit feinstem Pinsel die Falten und den Schweiß von Boxern nach. Er nimmt das Absurde im Normalen und umgekehrt geradezu plakativ und haargenau unter die Lupe.Noch vor der Vernissage arbeitete Pilsl intensiv an neuen Arbeiten, die in Ulm nun ebenso zu sehen sind wie etliche Leihgaben eines Privatsammlers, die den Blick in die frühen Kradhalle-Zeiten – hier war Pilsl in der Ulmer Künstlergruppe „Die Fantastischen Vier“ aktiv – und in die Phase der künstlerischen Wandlung eröffnen. Es ist also höchst spannend zu sehen, wie die teils sehr kleinen Formate in der Galerie im Science Park ihren Raum einfordern und welche Konstellationen vom Künstler geschaffen wurden.

Am Abend der Vernissage trat Patrick Pilsl auch als sein Alter Ego Martin Dean auf und überzeugte mit seinen Crooner-Qualitäten, unterstützt vom Ulmer Kult-Gitarristen Gerhard Kutter. Für die einführenden Worte sorgte der Künstler Reiner Schlecker auf seine unvergleichliche Art und Weise sorgen.

Impressionen Vernissage und Ausstellung

 

Bruno di Martino
Osmose

„Osmose“ ist der Titel der Ausstellung des aus Paris stammenden Bruno di Martino, der vom 29. Januar an in der Galerie im Science Park Malerei, Reliefs und von grandioser Kleinteiligkeit überzogene Formen und Skulpturen zeigen wird. Etliche der Arbeiten des 49-Jährigen, der unter anderem mehrfach in Berlin, Paris oder Wien ausgestellt hat, diverse Publikumspreise verliehen bekam und bereits von den Fernsehkanälen France 5 oder Arte porträtiert wurde, sind in den Monaten vor seiner Werkschau in Ulm entstanden. Auf drei Etagen wird man in die Anatomie der Melancholie eintauchen und sich von überbordender Romantik umarmen lassen können oder sich dem Treibgut des Existenzialismus und einer sich selbst zerstörenden Konsumgesellschaft gegenüber finden.

Seine Menschen und Figuren fliehen, verzweifeln, kämpfen und lieben. Der Künstler bekennt sich ausdrucksstark zur Leidenschaft, setzt immer wieder politische Statements und wagt sich symbolträchtig bis ans Ende der Welt. Auf der Oberfläche  seiner Skulpturen kreuzen Echsen oder Kraken den Weg von Comic-Helden, Totenschädel werden Teil nackter Körperlichkeit. In Bruno di Martinos Werk findet man  zudem pure Kraft, geradezu euphorische Lebensbejahung und eine wohlige Reizüberflutung. Alles scheint ineinander verschlungen, verwoben, miteinander  verbunden zu sein.
Seine Werke konnte der Künstler bereits in zahlreichen Ausstellungen und Galerien zeigen – in Berlin, Wien oder in Paris. In dieser seiner Heimatstadt kam er zu Ruhm, da er einen United Buddy Bear gestalten konnte, einen Berliner Bär, der für ein tolerantes, freies und demokratisches Deutschland steht, und im Dezember 2009 aus der deutschen Hauptstadt an die Seine reiste, um dort im Foyer des Salon 2009 de la Société des Beaux-Art im Louvre ausgestellt zu werden – unter der Schirmherrschaft des Präsidenten von Frankreich. Bruno di Martino wurde mehrfach ausgezeichnet, zuletzt im Jahr 2012 mit dem Prix du Public des Société Nationale des Beaux-Arts (SNAB) Carrousel du Louvre in Paris.

Impressionen zur Ausstellung


Carla Chlebarov

Im All der Farbe

Farbige und mehrschichtige Statements mit emotionaler Tiefenwirkung, Bewegtes über ruhenden Farbfeldern, Prozesse der intensiven Auseinandersetzung: all das kann man in den Werken der in Salem lebenden und seit dem Kunststudium auch in München bestens vernetzten Künstlerin Carla Chlebarov sehen und nachfühlen wie auch die Energie des Entstehungsprozesses. Ihr Ausstellungstitel „Im All der Farbe“ trifft den Punkt sehr genau, denn Carla Chlebarov breitet in der Galerie im Science Park einen ganzen Farbkosmos aus und in ihre  gewaltigen Großformate wie etwa das mehr als vier Meter breite Öl-Gemälde „Old Boy“ kann man sich als Betrachter geradezu fallen lassen.
Noch immer schöpft die auf Norderney geborene Malerin, die zu den ersten Künstlern in den Münchner Domagk-Ateliers in München gehörte und auch von der wilden Zeit in der „Kolonie der Kreativen“ sehr geprägt wurde, aus dem Expressionismus und aus der Kraftquelle der Abstraktion. In ihren neueren Arbeiten wirken die Schichtungsprozesse geradezu durchsichtig. Die Tiefe und zarte Bruchstellen verbergen sich hier im geradezu Pergamenthaften. Sie hat in den vergangenen Jahren viel experimentiert, die Nähe zur grafischen Arbeit gesucht, sich auf rechnergesteuerte Lasertechnik eingelassen, schlicht gezeichnet oder mit Farben gespritzt und geworfen. Meist allerdings malte und malt sie mit Ölfarben auf Leinen und Nessel und das bisweilen mit urgewaltigem Sog.

Impressionen zur Ausstellung


Reinhard Sigle
Ingrid von der Heydt

ist. ist.

ist. ist. – das ist eine Zustandsaufnahme zweier Künstler, deren Wege sich während der vergangenen Jahrzehnte immer wieder kreuzten. Ingrid von der Heydt und Reinhard Sigle kennen sich seit den Anfangsjahren der Griesbadgalerie. 2007 mündete das in einem künstlerischer Wurf: der gemeinsame Ausstellung „Schwarzarbeit“. „Wir haben eine ähnliche Auffassung von Kunst, denken in dieselbe Richtung“, sagt Ingrid von der Heydt und der Rottweiler Künstler Reinhard Sigle fügt hinzu: „Wir sind näher am Konkreten angesiedelt als am Abbildhaften.“

Bei Sigle werden Holzmaterialien und Bruchstücke, also so genannter Abfall, zu Objekten und Installationen. Der Bildhauer findet stets den richtigen künstlerischen Weg, um Nachdenklichkeit und knochentrockenen Humor in seinen Werken zu vereinen. Ingrid von der Heydt, immer auf der Jagd nach spannenden Pigmenten, die im großen Ganzen ihre Mikrowirkung entfalten, setzt auf überraschende Form- und Farbformationen oder den Prozess der Korrosion und kann sich „noch immer für Flächen und Grenzsituationen begeistern“.

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Michael Grudziecki
SEA FORTS

Michael Grudziecki bespielt die drei Stockwerke der Galerie im Science Park mit seiner Serie „Sea Forts“. Zu sehen ist meist großformatige Malerei mit gewaltigen in die See gebauten Objekten. Es sind Festungen der Kontemplation, von Menschen erschaffene Rückzugsorte, bizarre Bauwerke inmitten eines Meeres aus Ungewissheit. Die Forts erscheinen unerreichbar wie einst Burgen auf Inseln oder von Wassergräben umgeben, sind zugleich aber auch Beobachtungsposten, von denen aus man die Welt dort draußen immer im Blick hat und doch für sich bleiben kann. In der Regel macht sich der Künstler mit Acrylfarben und Acryllack aus der Sprühdose ans großformatige Werk.Michael Grudziecki, 37, zog aus dem polnischen Breslau mit seinen Eltern bereits im Alter von zehn Jahren nach München. Nach dem Abitur zog es ihn an die Akademie der Bildenden Künste nach Karlsruhe. Er studierte Freie Malerei und Drucktechnik. Unter Gustav Kluge fand er zu seinem Stil, wurde 2005 zum Meisterschüler.

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Julia Kolev
INTROSPEKTIVE

unsere aktuelle Ausstellung in der Galerie im Science Park mit der aus Weißenhorn stammenden und in München lebenden Künstlerin Julia Kolev, wird mit einem ganz besonderen musikalischen Schmankerl eröffnet – dem eigens angereisten Vokalensemble „Aqua Delia“ aus Sofia. Beim ersten Blick auf die gewaltigen Arbeiten von Julia Kolev blieb nur ein WOW!

Die Natur ist in den dynamischen und aufwühlenden Bildern von Julia Kolev allgegenwärtig. Der Rhythmus, die Transparenz, das geheimnisvolle Licht und das Schwebende der Kompositionen lebt und bebt in der in den Jahren 2009 bis 2014 entstandene Malerei. Die Künstlerin, die vor zweieinhalb Jahren bei der Triennale der Ulmer Kunst auffiel, begibt sich auf eine emotionale und metaphysische Reise in Gefilde des subtilen, menschlichen Daseins. Abstrahierte Auslassungen fordern zur Ausdeutung. Das Verfremden, Auflösen und Zersetzen und anschließende Zusammenfügen entsteht in einem prozesshaften Vorangehen. Die meist großformatigen Bilder sind ausschließlich in Acryl gemalt – lasierend, ergießend, gegebenenfalls aber auch pastos und dickflüssig. Vor einigen Arbeiten Kolevs kann man nur sprachlos stehen.

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Dietmar H. Herzog – „derart – mensch“
Textobjekte und Fotografie

In den Arbeiten von Dietmar H. Herzog spielen die Textkunst und Menschen immer eine sehr wichtige Rolle. In seiner Ausstellung „derart – mensch“ in der Galerie im Science Park lässt er Handgeschriebenes zu wandfüllenden Objekten wachsen, zeigt zudem aber auch neue Fotoarbeiten und überträgt tiefgreifende Poesie in seine Bilder. Der Künstler will die Sprache als einen lebendigen Organismus verstanden wissen, der sich im dauernden Wandel befindet, und nun auch richtig Farbe zeigen.

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Heidi Kucher – Bilder und Objekte

„Das Aufspüren der Wertigkeit der Formen in Abhängigkeit von der Farbe“ war schon immer das erklärte Ziel der Stuttgarter Künstlerin Heidi Kucher. Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit sind Objekte auf Polaroidabrissen, gesammelt in den Zeiten der analogen Fotografie. Sie arbeitet ausschließlich mit Ölfarben und reinem Pigment auf Papier. Scheinbar sind ihre Arbeiten häufig nur zweifarbig, die darunter liegende mehrschichtige Untermalung lädt allerdings in ihrer differenzierten Vielfarbigkeit zu ständigen Neuentdeckungen in Heidi Kuchers Arbeiten ein. Die große Fensterfront der Galerie im SciencePark wurde für sie zu einer Herausforderung, denn schon bald war klar, hier würde sie ein großes räumliches Objekt realisieren.

In Ulm konnte Heidi Kucher, die Malerei an der Staatlichen Akademie der bildenden Künste in Stuttgart bei K.R.H.Sonderborg und Georg Karl Pfahler studierte, schon früh ihre Arbeiten in der Kunststiftung pro arte zeigen. „Dort habe ich gleich nach dem Studium erstmals ausstellen können und daher rührt meine ,Ulm-Liebe‘“, sagt die Künstlerin, deren Arbeiten in etlichen deutschen Galerien, Kunstvereinen und auch in Paris zu sehen waren. Fünf Jahre war sie Jurymitglied in der Kunstkommission Baden-Württemberg, sie war zudem Stipendiat in der Cité des Arts in Paris.

Impressionen zur Ausstellung und Vernissage von Heidi Kucher

l’espace trouvé – Bernd Weber / Esther Hagenmaier

Vor sieben Jahren kam es bei der von Esther Hagemaier intiierten Kunstwoche „nachhall_07“ auf dem ehemaligen Daiber-Areal zur ersten Zusammenarbeit mit dem Münchner Bernd Weber, der an der Akademie der Bildenden Künste in München studierte und sich schon bald intensiv mit der Wirkung von Farben und der Abstraktion auseinandersetzte und in seine Malerei auch eine Dreidimensionalität einfließen lässt. Esther Hagenmaier war noch während ihres Kunststudiums in Saarbrücken und Rennes in der Malereiklasse, konzentrierte sich dann aber stärker auf die Fotografie und die künstlerische Neudefinition der jeweiligen Ausstellungsräume. In der Galerie im Science Park werden sie nun mit ihren Objekten und Fotoarbeiten in einen künstlerischen Dialog treten. Die beiden künstlerischen Positionen verbindet eine weitgehend abstrakte, geometrische Bildsprache, das Spiel mit Linie und Fläche und mit Zwei- und Dreidimensionalität – auch wenn dies mit unterschiedlichen Materialien geschieht. Der vorgefundene Raum wird als Impuls verstanden, Formen werden aufgenommen und gebrochen.

Impressionen der Ausstellung

Reiner Schlecker „Glänzend aufgelegt“
Objekte – Installationen – Zeichnungen – Performance

Unter dem Titel „Glänzend aufgelegt“ zeigt der in Illertissen geborene Künstler Reiner Schlecker in der Galerie im Science Park eine Reihe neuer und alter Arbeiten. Auf den drei Etagen der Galerie spielt Schlecker, eine Institution im regionalen Kunstleben, wie so oft genüsslich mit den unterschiedlichsten Kunstgenres. Mit Zeichnungen, Installationen und Objekt-Kunst arrangiert und inszeniert er seine Schlecker-Welten und erzählt dabei aberwitzige und absurde Geschichten oder wühlt tief im Wurzelwerk des Illertals.

Schleckers Bilder werden dabei von einer außergewöhnlichen Skurrilität und Absurdität getragen, deren Nährboden sumpfiges Schwemmland, tertiäre Endmoränenablagerungen und Geröll bilden und die der Hintergrund für eine Haltung der heiteren Verzweiflung, der Selbstironie und der lakonischen Geduld sind. Der Fantasie sind bei dieser „Revue“ keine Grenzen gesetzt.

Impressionen zur Ausstellung 
Bilder zur Vernissage

Reiner Pfisterer „seize your day“
Musikfotografie 1994 – 2013

„Menschen in all Ihren Lebenssituationen sind das Thema meiner Fotografie. Es geht mir um die Darstellung des Realen, nicht um die Inszenierung von Situationen“, sagt Reiner Pfisterer, der sich in der Welt der Musik vom Rock bis zur Klassik einen Namen machen, aber auch mit Fotoreportagen große Beachtung finden konnte. Er begleitete „Die Toten Hosen“ bereits in frühen Jahren auf eine Tournee nach Argentinien und wurde zum „Freund des Hauses“, was ihm auch seltene Einblicke ins Bandleben der Düsseldorfer bescherte. Er begleitete die „Brenz Band“, zu der neun behinderte Musiker gehören, rund um die Welt und bündelte die Eindrücke im Bildband „Makel los.“

Reiner Pfisterer fotografiert für die wichtigsten Magazine und Verlage im Lande, gestaltete Festivalreportagen, begleitet seit Jahren die Ludwigsburger Schlossfestspiele oder die Jazzopen in Stuttgart, ist der Haus- und Hoffotograf des Stuttgarter Kammerorchesters und arbeitet immer wieder an Reihen, die dann zu viel beachteten Ausstellungen werden. In Ulm wird er in seiner Ausstellung  „Seize Your Day! – Musikfotografie 1994 – 2013“ einen  Querschnitt vergangener und aktueller Serien zeigen.

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Johanna Knöpfle „bevor sie keine Brille trug“

In Ulm stach Johanna Knöpfle im vergangenen Sommer bei der Triennale im Ulmer Museum mit der Übermalung eines Porträts aus dem Gezeigten heraus. Die aus Erbach stammende 28-jährige, die in Salem lebt und dort auch ihr Atelier hat, will sich allerdings künstlerisch nicht ganz so einfach verorten. Sie lässt sich von unterschiedlichsten Materialien inspirieren, setzt ihre Ideen bisweilen auch mit  Performances um und sagt: „Ich kann und will nicht festlegen, was ich mache. Dafür ist mein Leben zu vielschichtig.“Aktuell erobert sie den Holzdruck für sich, nutzt zum Beispiel Teile eines von ihr bearbeiteten Baumstamms als gewaltige Walze, und hat sich in der Malerei dem Surrealen zugewandt. Johanna Knöpfle, die auch kurze Texte schreibt, will mit ihren Bildern Geschichten erzählen, die dem Betrachter den Freiraum lassen, diese für sich selbst zu Ende zu erzählen. Zudem vereint sie in ihren Bildern Zeichnung und Malerei, schichtet Farben, kratzt sie wieder heraus, bis sie am künstlerischen Ziel angekommen ist. „Gerade Portraits begleiten mich in der Malerei schon länger, doch über die Jahre wurde das Konkrete immer mehr durch Verschiebungen oder  Reduktion aufgelöst, und ich finde mich im Surrealen wieder.“

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Daniel Wogenstein – Tomorrow is the Next Day

Der in Karlsruhe lebende Daniel Wogenstein ist ein Künstler, der bei seinen meist großformatigen Arbeiten über einen längeren Prozess des Farbauftrags eine beeindruckende Mehrschichtigkeit erreicht. Auf den ersten Blick sind es geometrisch anmutende Formen, die allein durch Farbe, Form und perfekt gesetzte Kontraste wirken. Doch beim genaueren Blick in diese konkret anmutende Malerei wird man in die Tiefe der Flächen gezogen, die Exaktheit entfaltet ihren ganz speziellen Zauber in diesen kraftvollen Werken. Der 1977 in Oelsnitz geborene Daniel Wogenstein studierte an der Karlsruher Kunstakademie und war Meisterschüler bei Gustav Kluge. Wogenstein ist nicht nur ein Künstler, der stilistisch konsequent seinen Weg geht, sondern zudem Mitbegründer der Galerie „V(ictoria) 8“ in Karlsruhe.

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Kirsten Helfrich  „… schöne Aussichten“

Die in Bregenz lebende Künstlerin Kirsten Helfrich, die zuletzt im Wiener Künstlerhaus mit ihrer Ausstellung „Jelängerjelieber“ für Aufsehen sorgte, nutzt die unterschiedlichsten Materialien, um sich mit dem Thema Vergänglichkeit auseinanderzusetzen. In der Galerie im Science Park wird sie sich auf drei Etagen intensiv mit dem Thema Schönheit beschäftigen. Bei ihr werden Models allerdings durchaus auch zu Opfern, und die in Hochglanz-Magazinen gefeierte Utopie der ewigen Jugend wird mit künstlerischer Konsequenz plakativ seziert. Lustvoll, raffiniert und mit einer feinen Spur Zynismus setzt sich Kirsten Helfrich auch mit dem Kult des Perfekten und mit dem heutigen Bild der Frau auseinander.

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MARTIN MARIA STROHMAYER – Spielberg – Zeit – Venedig

Martin Maria Strohmayer hat seinen eigenen, unnachahmlichen Stil gefunden. Der in Tübingen lebende Künstler, der ursprünglich aus Illertissen kommt, verwendet für seine Arbeiten den Bleistift, aber noch viel häufiger bunte Kreide und Acryl, mit denen er auf meist schwarzem Untergrund wirkt. Figuren, oftmals Gruppen – Menschen und andere nicht so leicht zu definierende Mischwesen mit pflanzlichen oder tierischen Aspekten, denen der Künstler selbst den Namen Garbos gegeben hat, schichtet er übereinander. In der Galerie im Science Park kann man nun seine kunstvollen Verdichtungen in der Ausstellung „Spielberg – Zeit – Venedig“ auf drei Stockwerken sehen. „Mir geht es an erster Stelle um die Balance von Komplexität und Transparenz sowie um extreme Kontraste, ob nun bei den Farben oder zwischen Linien und Flächen“, betont Strohmayer. Diese spürt man in seinen Arbeiten, die auch eine besondere dynamische Energie auszeichnet.

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„ZWISCHENTRAUMUNDZEIT“ – Martha Bilger / Jörg Eberwein

Premiere in der Galerie im Science Park: Die Künstler Martha Bilger und Jörg Eberwein stellen erstmals zusammen aus und suchen mit diesem Doppel auch bewusst den künstlerischen Dialog. Durchlässigkeit und Durchblicke: Mit diesen Themen setzt sich Martha in ihrer Arbeit abstrakt auseinander so wie ich in meinen Bildern inhaltlich. Das ergänzt sich sehr gut, sagt der Künstler Jörg Eberwein über die künstlerische Gemeinsamkeit mit Martha Bilger. Sie gab den Anstoss für die gemeinsame Ausstellung in der Galerie im Science Park, denn man kenne sich und verfolge die Entwicklung des jeweils anderen gespannt. Wir haben uns schon längere Zeit mit dem Gedanken an eine Doppelausstellung getragen. Jetzt passt es, sagt Martha Bilger und betont: Für Künstler wie auch für das Publikum ist ein solcher Dialog immer sehr spannend.

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Marc Hörger – mezza voce – Fotografien

mezza voce
Unter dem Titel „mezza voce“ zeigt der Fotograf Marc Hörger in der Galerie im Science Park Portraits und Stills, die er im Dialog arrangiert. Zurückgenommen, „mit halber Stimme“, erzählen seine Aufnahmen meist junger Menschen vor allem vom Innehalten und Heraustreten. Die Stills zeigen, was man sehen kann, wenn der Blick zur Seite schweift. Es offenbaren sich Situationen und Gegenstände, die zu pausieren scheinen oder aus ihrer Funktion herausgenommen wurden.

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Michael Danner – „Zwischen Kommen und Gehen“

Skulpturen und Tuschebilder
Unter dem Titel „Erstaunlich ausgewogen“ waren in der Südwest Presse vom 23. Februar folgende Zeilen zu lesen: „Konzentration in der Ausführung und Reduktion in den Mitteln bestimmen die Plastiken und Tuschebilder von Michael Danner in der Galerie im Science Park. Wie gemacht für die hohen Wände des großzügigen Treppenhauses erscheinen die mehrteiligen, großformatigen Tuschebilder auf Leinwand. Die mit freier Hand gezeichneten, stets parallel verlaufenden Linien sind das eine Element der Tuschen; das andere sind kleine Figuren, die sich weder vor noch hinter den Linien befinden, sondern aus ihnen heraus entstehen in Form von verlaufender Tusche. So bildet der abstrakte, im Grunde modular aufgebaute Strichraum mit den Figuren eine Einheit, welche die Verlorenheit der Figuren etwas relativiert. Betrachtet man die Plastiken Danners, ist es naheliegend, den Federstahl, der sich von Eisenplatte zu Eisenplatte oder Steinquader zu Steinquader spannt, als Raumzeichnung zu begreifen. Die Konzentration, die in jeder gezogenen Tuschelinie steckt, ist hier das Austarierte der Spannung. Das Verhältnis von Spannung und notwendiger Masse erzeugt eine erstaunliche Ausgewogenheit der Proportionen.

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„konkret“ – Uli Pohl – Ausstellung von September 2010 bis Februar 2011
Im September wurde die Ausstellung „uli pohl – konkret“ in unserer Galerie im Science Park eröffnet. Der Künstler Uli Pohl hat mit dieser Ausstellung auch seinen bevorstehenden 75. Geburtstag gefeiert. Er war unter anderem Mitglied der stilbildenden Gruppe ZERO. Pohl zeigte neben Arbeiten aus Acrylglas und Grafiken erstmals neue Objekte aus poliertem, massivem Aluminium. Es waren Objekte und Grafiken der vergangenen Jahrzehnte zu sehen.

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„Botschaften vom Proconsul“ – Thomas Kahl – Ausstellung von Mai 2010 bis Juli 2010
Neue Arbeiten des über Ulm populären Künstlers Thomas Kahl werden in der Galerie im Science Park, Lise-Meitner-Str. 5, 89081 Ulm, vom 6. Mai an mit diversen Leihgaben und Ankäufen seiner früheren Schaffensperioden kombiniert. Seine Brote in jedem Format machten Thomas Kahl Anfang der 90er Jahre populär. Das Brot wurde zum Hit, die bekanntesten Kunstmessen wie die ART Frankfurt, Köln, Zürich oder Basel rissen sich um seine Werke, die Deutsche Bank kaufte einige von Kahls Arbeiten an. Zur Backstube wurde die Ulmer Kradhalle, zur Wiege des Erfolgs das Künstlerkollektiv „Die Fantastischen Vier“.
Zwar sind die Brote, die noch heute angefragt werden – eine 30 Tonnen schwere Skulptur findet man auf Teneriffa –, genauso aktuell wie die Flamingos, Tomaten, Zitronen, Dolmen oder Collagen und Assemblagen, denen sich Kahl in verschiedenen Phasen widmete, doch in der Galerie im Science Park sollen auch neue Aspekte des Kahl’schen Schaffens zu sehen sein.

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„SAPRI – jetzt!“ – Alfred Bradler – Ausstellung von Februar bis April 2010
Die SAPRI des weit über Ulm hinaus bekannten Künstlers Alfred Bradler sind in den vergangenen 15 Jahren zu einer Erfolgsgeschichte geworden. Höchste Zeit, dass in der Galerie im Science Park erstmals eine Retrospektive zu sehen sein wird. Neben den Skulpturen werden vom 25. Februar an auch Arbeiten auf Leinwand in verschiedensten Formaten ausgestellt – darunter Werke der ersten Stunden und ganz neue SAPRI. Alfred Bradler hat in den vergangenen Jahren SAPRI geschaffen, die 9 Höhenmeter messen, aber auch solche im mikroskopischen Format. Und natürlich begegnet man den SAPRI immer wieder im öffentlichen Raum – ob am Saumarkt, auf dem ehemaligen Landesgartenschau-Gelände in Neu-Ulm, in einem Verkehrskreisel in Erbach oder zuletzt in Berlin am Prenzlauer Berg, wo Bradler beim 6. Berliner Kunstsalon für Furore sorgte. „Die SAPRI treiben sich gewaltig herum. Und sie senden Signale aus, die sich schnell verbreiten.“, sagt Bradler.

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Aufnahmen der Performance SAPRI – jetzt! >>

Dietmar Schönherr „Metamorphosen“ – Ausstellung von Oktober 2009 bis Januar 2010
Dietmar Schönherr arbeitet seit 1992 künstlerisch. Einige der surrealen Gemälde, die zum Teil zweidimensional sind, entstehen durch den Auftrag vieler Farbschichten, die Dietmar Schönherr anschließend mit dem Spachtel bearbeitet. Das Zusammenwirken von Bild und Bildtitel sind dem Künstler wichtig, ermöglicht dem Betrachter nochmals einen ganz anderen Blick auf die intensiven Bilder.

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Alice Münch „Sourveräne Existenz“ – Ausstellung von März bis Juli 2009
Alice Münch, in Ulm geboren, studierte 1998 an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig. Seit 2006 lebt und arbeitet Sie in Berlin. In Ihrer Ausstellung „Souveräne Existenz“ sahen Sie Installationen, Malerei und Performanceaktionen der jungen, innovativen Künstlerin. Ihre Ausstellung selbst lädt ein, sich eine entschwindende, spontane, fragile, einflussreiche, innere Landschaft vorzustellen, zufällige und offene Entscheidungen zu überblicken, nicht existierende Opern im Kopf zu hören und sich mit einer Reihe von Spiegeln konfrontiert zu sehen, die das eigene Bild nicht kennen/zeigen/zurückwerfen (die keine Bilder zurückwerfen).

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Wolfgang Rittner „Sakral Pop“ – Ausstellung November 2008 bis Februar 2009
„Inspiriert wurde ich zu den Tafelbildern in klassischer Eitemperatechnik mit Grauuntermalung auf Holz- und Kreidegrund Mitte der 80er Jahre im Kölner Museum Ludwig, in dem eine Werkschau der Siebdrucke des PopArt-Künstlers Andy Warhol mit Variationen zum Thema „The Last Supper“ von Leonardo Da Vinci zu sehen war. Ein Bild dieser Serie befindet sich nun in der Ulmer Sammlung Weishaupt. Das Museum Ludwig eröffnete zu dieser Zeit Blicke zur Mittelalterabteilung der Sammlung „Wallraf-Richartz“. Die zum überdimensionalen Comicstrip vergrößerten und inhaltlich wie formal verfremdeten Tableaus Warhols verbanden sich mit der prachtvoll ausgearbeiteten Malerei der Altäre. Zurück im Atelier entstanden meine ersten „Altarstrips“ oder „Altarcomics“, die in der adaptierten altmeisterlichen Technik umgesetzt wurden. Weitere Aspekte dieses „Sakral-Pop“ entwickelten und zeigten sich während der Arbeit daran. Spielerisches Öffnen der Maltechnik und der Grundierung sowie die Erweiterung der Inhalte und des Figurenkosmos machten ein immer größeres Schaffensspektrum möglich.“ so Wolfgang Rittner zu seiner Schaffensphase.

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Christoph Lingg „Stillgelegt – Industrieruinen im Osten“ Ausstellung August bis Oktober 2008
Der 44-jährige Lingg ist reportierender Fotograf wie sensibler Künstler, der mit der Autorin Susanne Schaber bereits drei Bücher und Ausstellungen wie etwa „Den Sternen entlang – Drei Pilgerwege, drei Kontinente“ oder „Vergessener Völker Müdigkeiten“ realisierte. Für seine Ausstellung „Stillgelegt“ fand der Wahl-Wiener einen spannenden Ansatz. Er befand, dass sich Werden, Sein und Vergehen an wenigen anderen Orten eindringlicher offenbaren als in stillgelegten Fabriken, Bergwerken oder Kokereien. In 14 Ländern hat Lingg eine Vielzahl von Industrieruinen aufgespürt: Bauten aus der Schwer-, Textil-, Chemie- und Ölindustrie, Zucker- und Fischfabriken, aber auch Ziegeleien und ehemalige Brauereien. Zeugen vergangener Zeit, dem Verfall preisgegeben.

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Günther Philipp „Kunst küsst Kommerz“ Ausstellung Juni bis August 2008
Günther Philipp, aus Senden bei Ulm, hat bei den wichtigsten Werbeagenturen einen wohlklingenden Namen, ist als Fotograf ein Global Player. Sein Markenzeichen: Die Inszenierung von Marken. Produkte werden zu Stars. Da ist jede Menge Kunst im Spiel, denn Philipps Devise heißt: „Meine Fotos müssen auch immer für sich stehen können.“ Werbung ist also nicht alles. In Philipps Ausstellung wird man Großformate aus Afrika unter anderem für eine Kampagne der Welthungerhilfe genauso sehen können, wie auch 100 Auszüge aus kommerziellen Arbeiten in denen beispielsweise Michael Ballack ein Mobiltelefon anpreist. „Kunst küsst Kommerz“ – das stetige Augenzwinkern des Günther Philipp lässt sich durchaus auch in seinen Arbeiten erkennen.

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Thomas Witzkes „Fragmente“ Ausstellung März bis Mai 2008
sind die Basis seiner künstlerischen Arbeit. Deren Mitte ist der bruchstückhafte Umgang mit der Vielfalt. Geprägt von einem formal konzeptuellen Aufbau, zeichnet sie stets der erzählerische Charakter aus. Obgleich Witzkes Werke einfach und leicht sind, ist seine Kunst niemals oberflächlich. Er spricht nur tatsächliche Gefühle an und kommt zu den wesentlichen Inhalten des Lebens – für jeden zugänglich, wenn man sich nur darauf einlässt. Zudem nutzt er Techniken der Installation, der Malerei und der Fotografie, um für jeden Raum die jeweils angemessene Form zu finden.

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Bertram Bartl – „Totentänze“ Ausstellung November 2007 – Februar 2008
Seit 1991 erkundet Bartl das Gebiet der Zeichnung auch mit dem Computer. Vom Pixel bis zum gewaltigen Großformat, von der gezeichneten Figur bis zur verzerrten tänzerischen Bewegung – alle Prozesse, die Bartl in den vergangenen Jahren mit dem spannenden Thema „Totentänze“ durchlebt, die Faszination, die ihn stets angetrieben hat, wird man hier nachvollziehen können. Mal grob gepixelt, mal hoch aufgelöst zeigt Bertram Bartl reale und virtuelle Zeichnungen. Er nimmt sich dabei die traditionellen, mittelalterlichen Totentänze als Ausgangspunkt, um mit der Verpixelung der Bilder neue Grenzen der Malerei zu setzen und im Zeitalter intelligenter Technologien auf ihre Gültigkeit zu hinterfragen.
Ist der Tod das Ende, ein Symptom, eine Farce, der wir uns nicht entziehen können, der Schreck, dem wir ein Gesicht geben, der Gleichmacher, der unser Dasein relativiert? Mit diesen Fragen und den Totentänzen Bertram Bartls beschäftigte sich an diesem Abend musikalisch, lyrisch, grafisch und tänzerisch eine eigens inszenierte Performance. Jens Döring, als „e.stonji“ längst ein populärer Name in der elektronischen Musikszene, und Friedrich Glorian, einst bei Ulms Musiklegende „Prof. Wolfff“ an der Gitarre und derzeit mit den Kompositionen zu Tanztheaterstücken beschäftigt, sorgen für ein Klangbad. Udo Eberl steuert die eigens geschriebenen Texte und seine Stimme bei. Katrin Jedon von „2av“, spätestens seit der Videoinstallation zur Eröffnung des Hans- und Sophie-Scholl-Platzes in Ulms Neuer Mitte ein Begriff, setzte die Totentänze visuell um, die aus Paris angereiste Tänzerin Pauline Reibell brachte künstlerische Bewegung ins Spiel. Die Performance wird im Herbst 2008 unter anderem im Theaterhaus Stuttgart (16. November) erneut aufgeführt.

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Konrad Geyer
„Querschnitt 1995 – heute“
April – Oktober 2007

Der Ulmer Konrad Geyer eröffnete die Galerie im Treppenhaus mit seiner Ausstellung „Querschnitte 1995 – heute“. Die Besucher wurde mit meist großformatigen Abstraktionen des Künstlers konfrontiert, die dank ihrer Intensität gefangen hielten. Begleitet wurde die Vernissage von einem musikalischen Dreierpack. Nach dem klassischen Auftakt des Trios um Virgil Bunea, sorgte „Der fünfte Mann“ mit vier Saxofonen und Bass für jazzigen Drive. Das Elektronikduo „hp.stonji“ verwandelte den 2. Stock in eine Lounge. Mit den Laptops, zugleich Projektionsfläche, zauberten Jens Döring und Hans Platzgumer passend zu den Bildern verzwickte Beats und hochkomplexe Sounds in den Raum.

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