ScanPlus übernimmt Verantwortung für Debian-Sicherheitspatches
ScanPlus liefert Sicherheits-Updates für das Open Source Betriebssystem Debian GNU/Linux in die ganze Welt
Ulm, 29. November 2006 -
Weltweit gibt es rund 45 Millionen GNU/Linux-Nutzer. Im Interesse
dieser User sollten alle auftretenden Sicherheitsprobleme möglichst
schnell erkannt und am besten noch schneller behoben werden. Die
hierfür notwendigen Sicherheitspatches müssen innerhalb von kürzester
Zeit zur Verfügung gestellt werden. Damit dies bei der freien
Linux-Distribution Debian gelingt, stemmt die ScanPlus GmbH den größten
Teil der IT-Infrastruktur und Bandbreite für die Auslieferung der
Patches. Im Klartext bedeutet das, dass sich die meisten Debian-User
die Security-Updates direkt vom ScanPlus-Server downloaden. „Durch
ScanPlus sind wir in der Lage, mehrere voneinander unabhängige Server
zu betreiben, so dass die Last auf mehrere Rechner verteilt wird“,
erklärt Martin Schulze, Leiter des Debian-Security-Teams. Als einer der
größten Konzern-unabhängigen IT-Management-Dienstleister in Deutschland
bietet ScanPlus seinen Kunden die Konzeption, die Überwachung und den
Betrieb von hochverfügbaren IT-Infrastrukturen sowie individuelle
IT-Services aus einer Hand. Der 24-Stunden-Service des Ulmer
Unternehmens gewährleistet höchste Sicherheit, Verfügbarkeit und
Kontinuität. Davon profitiert unter anderem auch die Stadt München, die
jüngst im Rahmen ihres „LiMux“-Projekts auf ihren 14.000
Arbeitsplatzrechnern die bestehenden Microsoft Windows Systeme auf
Debian GNU/Linux 3.1 migriert hat – und für die Sicherheitspatches auf
den ScanPlus-Server zurückgreift.
Mit ihrem Projekt „LiMux
– die IT-Evolution“ nimmt die Stadt München eine weltweite
Vorreiterrolle ein. Erstmals hat sich eine Stadtverwaltung in dieser
Größe und Komplexität an die Einführung von freier Software auf ihren
Arbeitsplätzen gewagt. Münchens Oberbürgermeister Christian Ude, der
selbst als Anwender in den vergangenen Monaten an der Pilotphase des
Basisclients teilnahm, zeigt sich auf der offiziellen Website der Stadt
München von der Entscheidung für das Debian-basierte Arbeitsplatzsystem
überzeugt: „Nach notwendigen Konzept- und Entwicklungsphasen beginnt
jetzt der Effektiveinsatz mit einer Version, die sich im Piloteinsatz
nicht zuletzt bei mir bewährt hat. Der Basisclient ist für München ein
Schritt zu mehr Unabhängigkeit von einzelnen Herstellern – und freie
Software zeigt sich hier als ein probates Mittel dafür." Technisch
basiert der Basisclient vollständig auf freier Software, vor allem auf
der Linux-Distribution Debian GNU/Linux 3.1, der grafischen
Benutzeroberfläche KDE 3.5 und der Office-Suite OpenOffice.org 2.
Das
Thema „Sicherheit“ wird beim Debian-Projekt groß geschrieben: Sobald
eine Sicherheitslücke entsteht, greift das Sicherheitsteam ein. Wenn
zum Beispiel ein Hacker versucht, in einen Server einzubrechen, wird
das Problem behoben, indem die Software umprogrammiert, also gepatcht,
wird. Die umprogrammierte Software wird packetiert und für die
Debian-User bereitgestellt. Diese aktualisierten Software-Pakete
bezieht der Großteil der User direkt von den Rechenzentren von
ScanPlus, wo sich die entsprechenden Server und Rechner befinden.
Die
Entscheidung, dem Debian-Projekt kostenlos unter die Arme zu greifen,
fällte ScanPlus nachdem die Open Source Community zum Opfer eines
„Lastproblems“ geworden war: Zeitgleich mussten die Debian-User mit
einem sehr „schweren“ bzw. großen Sicherheitspatch versorgt werden. Die
bis dato bestehenden Server waren allesamt überlastet und schafften es
nicht, die benötigte grafische Benutzeroberfläche xfree86 zur
Verfügung zu stellen. Als Spezialist für IT-Service-Management hat
ScanPlus dank seines Know-hows inzwischen den Löwenanteil daran, dass
solche Schwierigkeiten nicht mehr auftreten. Durch das Engagement des
ScanPlus Entwicklerteams, auch bei anderen Open Source Projekten, und
deren enge Vernetzung mit der Open Source Community, profitieren diese
Organisationen auch von deren Wissen. Von diesem Engagement profitieren
aber auch die Kunden von ScanPlus unmittelbar: Zum Beispiel das
Landkreisbehördennetz des Landkreises Neu-Ulm oder die Städte Ulm und
Neu-Ulm, deren Netzwerk-Infrastruktur und die dazugehörigen Web- und
Mailserver sowie Firewalls Debian-basiert sind. In puncto
Sicherheitspatches sind diese Kunden dank ScanPlus stets auf dem
aktuellsten Stand.
Für weitere Informationen oder Hintergrundinformationen zum Unternehmen wenden Sie sich bitte an Lisa Toschka, Marketing und Kommunikation Telefon: 0731-920 13-0 oder Email: marketing@scanplus.de