Sicher ist sicher

Sicher ist sicher

Michael Stecker
31. Oktober 2018

In den scanplus-Datacentern können Sie immer mit der neuesten Technik rechnen!

Wenn es um die Sicherheit und vor allem auch um Ausfallsicherheit der eigenen Rechenzentren geht, werden bei der Ulmer Cloud Factory keine Kompromisse eingegangen. Unsere Experten sind immer vorne mit dabei, wenn unsere Partner Cisco, Dell EMC oder VMware die nächste Innovationsstufe zünden, doch zuvor wird intensiv getestet, denn neu muss nicht immer zwangsläufig besser sein. Einer, der nahezu alle Entwicklungsschritte in den scanplus-Rechenzentren miterlebt und teils auch mitbestimmt hat, ist Michael Stecker, der beim Ulmer IT-Unternehmen für den Fachbereich Plattform zuständig ist. Im folgenden Interview nimmt er die Leser mit in die Tiefen eines unserer Rechenzentren und erklärt ihnen im Teil 1 dieses Technical Overview wie unsere Plattformen aufgebaut sind.

Was steckt bei scanplus in einem Produktionsblock?

MICHAEL STECKER: Das Fundament unserer aktuellen Produktionsblöcke sind letztendlich die Komponenten der VCE. Fangen wir doch einfach mal beim Bereich Computing an. Da haben wir eine Cisco UCS. Diese besteht aus zwei Fabric Interconnects, An diese werden die Chassis angeschlossen, und in diesen stecken dann die eigentlichen Server. Der große Vorteil an diesem Konstrukt ist, dass sich die Firma Cisco vor mehr als zehn Jahren überlegt hat, wie man da auch Intelligenz hineinstecken kann und die eigentliche Hardware abstrahiert.

Plattform-Verantwortlicher bei scanplus

 

Das ist also nicht der klassische Server, den man einschaltet und er läuft.

STECKER: Genau. Der Server bekommt zunächst ein so genanntes Service-Profil. Dieses enthält sämtliche Einstellungen von der Sicherheit bis zum Netzwerk: Wie viele Netzwerkkarten oder Fiber Channel hat der Server, um nur ein paar Punkte zu nennen. All das konfiguriere ich dann im Profil und assoziiere es auf den Server. Somit habe ich den Vorteil, dass ich den Server, also das dumme Stück Hardware, später jederzeit austauschen kann, und alles befindet sich auf dem neuen Stück Blech wie zuvor.

 

Bringt das auch noch weitere Vorteile?

STECKER: Erweiterungen sind so ganz einfach. Man nimmt sich einfach ein Profil, generiert einen Klon und man überträgt das beispielsweise 16 Mal, ohne einen Server anfassen zu müssen. So funktioniert das Skalieren dank einer zentralen Management-Instanz wirklich sehr einfach.

 

Gibt es einen Haken bei der Sache?

STECKER: Bei der Qualität sicherlich nicht. Man muss sich vor dem initialen Einrichten nur deutlich mehr Gedanken machen, wie es am Ende funktionieren soll. Einmal sorgfältig und richtig eingerichtet, wird es später umso leichter, da eine Einstellung zentral geändert werden kann und von allen Servern übernommen wird, ohne dass man sich an einem Server einloggen muss.

 

Gute Planung ist in diesem Fall also alles.

STECKER: Das ist ein wenig vergleichbar mit dem Fertighausbau. Du machst dir die Gedanken von Grund auf einmal richtig, investierst also ausreichend Zeit in die Planung, erst dann wird gebaut und dupliziert. Ganz ähnlich ist das übrigens auch mit einem vBlock, wie wir Ihnen inzwischen bauen. Im Prinzip haben wir im Jahr 2011 die vergleichbaren Hardwarekomponenten genutzt wie heute auch und haben diese selber zusammengebaut und konfiguriert. Inzwischen kaufen wir den fertig konfigurierten Blog von der VCE. Die schrauben das alles nach unseren Vorgaben in der Fabrik in Irland zusammen, schalten es ein und testen, ob alles funktioniert. Dann schrauben sie alles wieder auseinander, fahren es zur Firma scanplus, bauen es hier wieder auf, und wir nehmen es ab. Die Zeiten, in denen bei scanplus Lösungen zurechtgebastelt wurden, da es keine Angebote auf dem Markt gab, die unseren Ansprüchen und Anforderungen gerecht werden konnten, die sind schon lange vorbei.  

 

Dann mal zurück zum Computing.

STECKER: Auf diesen Servern / B-Series Blades läuft ein VMware vShpere Hypervisor, in der Version 6. Auch das hat sich über die Jahre bewährt. Wir als scanplus arbeiten bereits viele Jahre mit Hypervisor und eben mit VMware. Ich persönlich kenne es seit der Version 2.14. Als man sich bei scanplus dazu entschloss, alles zu virtualisieren und daraus ein Geschäftsmodell zu machen, hat man sich seinerzeit mit allen Vor- und Nachteilen an die VMware gebunden.

Kann man tatsächlich von Nachteilen reden?

STECKER: Darf man schon. Bei VMware hat letztlich nur der Hypervisor für uns wirklich funktioniert. Etliche andere Produkte waren nicht funktionell. Aus diesem Grund haben wir auch unser erstes Self Service Portal komplett selbst entwickelt. Aber unterm Strich sind wir natürlich sehr zufrieden, wissen wie wir mit der Technik umzugehen haben, was wir ihr abverlangen können und was nicht. Und wir haben natürlich auch die Möglichkeit, Fortentwicklungen und Verbesserungen zu adressieren. Man kennt sich über die Jahre eben. Grundsätzlich ist es aber so, dass Unternehmen wie VMware eher fürs Enterprise-Segment produzieren und die Bedürfnisse eines klassischen Service Providers nicht wirklich verinnerlicht haben. Es ist eben doch ein großer Unterschied, ob man eine Plattform für ein großes Unternehmen baut oder uns eine Produktionsplattform bereitstellt, auf der wir kleine Private Cloud-Inseln bauen, die den individuellen Wünschen der Kunden entsprechen und die voneinander abgeschottet sind.

Wo bekommt der virtuelle Server seinen Storage her?

STECKER: Das ist aktuell eine VMAX 200K, so ziemlich das größte Storage, das man bei Dell EMC aus dem regulären Produktkatalog kaufen kann. Ursprünglich wurde die Technik von EMC für den Finanz- und Bankensektor entwickelt, damals noch unter dem Namen Symmetrix. In diesem Bereich gab es ja schon immer höchste Anforderungen an die Datenverfügbarkeit, Performanz und Überwachung der Dienste.

Und was zeichnet die VMAX aus?

STECKER: Für uns ist entscheidend, dass ein gut ausgelasteter Server uns wissen lässt, ab welchem Punkt er überlastet ist oder warum er langsamer wird. Die Schwierigkeit liegt vor allem darin, nicht nur eine Momentaufnahme über den Zustand des virtuellen Servers zu bekommen, sondern auch etwas über den Storage-Hintergrund zu erfahren. Ist der Server wirklich überlastet, ist die Datenbank schlecht programmiert, sind die Platten oder Anschlüsse zu langsam, ist die Datenrate zu hoch, und so weiter. Als EMC mit der VMAX eine angepasste Symmetrix-Variante speziell für die Bedürfnisse von Service Provider anbot, wurden wir von einem Kollegen darauf aufmerksam gemacht. Nun gab es also endlich eine Lösung, die all das konnte, was wir hier bei scanplus benötigen.

 

Im nächsten Beitrag werden Sie noch mehr über die Storage Systeme des vxBlocks erfahren.

 

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