Ein Block, eine Vision

Ein Block, eine Vision

Michael Stecker
15. November 2018

In den scanplus-Datacentern können Sie immer mit der neuesten Technik rechnen!

Ein Block, eine Vision? Klingt nach Rap, es geht aber um Data. Im Teil 2 des Technical Overview erklärt Michael Stecker, bei scanplus verantwortlich für den Fachbereich Plattform, was das Storage in den eigenen Rechenzentren auszeichnet und wie das Elastic Cloud Storage von Dell EMC auch große Dateimengen mit bisher unerreichter Skalierbarkeit, Flexibilität und Ausfallsicherheit speichert. Stecker, der nahezu alle Entwicklungsschritte in den scanplus-Rechenzentren miterlebt und teils auch mitbestimmt hat, erklärt zudem wie ein im Werk vorformatierter und speziell für die Anforderungen von scanplus gebauter VxBlock im Datacenter in Betrieb genommen wird.

Was zeichnet das Storage besonders aus?

MICHAEL STECKER: Es überwacht sich sozusagen komplett selber und stellt in einer Live-Analyse die Performance-Daten zur Verfügung. Im Falle eines Problems würde es sich tatsächlich melden. Es würde beispielsweise mitteilen, dass es mehr SSDs oder mehr Fibre Channel-Verbindungen benötigt, um die gewünschte Leistung erfüllen zu können. Oder das Storage ist so ausgelastet, dass zu viel CPU verbraucht wird. Dann würde er melden, er benötigt einen zweiten Controller.

 

Also Rückmeldungen inklusive einer Analyse?

STECKER: Genau. Das macht es uns auch möglich, für unsere Speicherklassen statt einer vagen Leistungsangabe eine tatsächliche Antwortzeit zuzusichern. Für die Speicherklasse Gold garantieren wir unseren Kunden beispielsweise eine Antwortzeit von durchschnittlich

 

Gibt es noch weitere Pluspunkte für diese gewählte Lösung?

STECKER: Ja! Die VMAX kann noch deutlich mehr. Um ihre Leistungsdaten zu erfüllen, analysiert sie automatisch, welche Daten regulär und häufig angefordert werden. Das ist ein so genanntes Auto-Tiering. Oft genutzte Daten schreibt die VMAX in ihren Cache, um diese noch flotter ausliefern zu können.

 

Bisher ging’s um das normale Block-Storage. Was finden wir noch auf der Plattform.

STECKER: Ein Elastic Cloud Storage von Dell EMC, kurz ECS. Das ist eine Objektspeicherplattform, die über API angesprochen wird. Da läuft also kein klassisches Datei-System, sondern ähnlich wie etwa bei Amazons‘ S3-Storage ein Load Balancer davor, dem ich nur sage, ich möchte eine Datei abspeichern. Wenn ich sie dorthin sende, bekomme ich eine Object-ID geliefert, die ich dann referenziere. Wenn ich auf die Datei wieder zugreifen will, sage ich dem Storage per API: Schicke mir Dateien mit folgender Objekt-ID. Der sammelt diese zusammen und liefert sie aus. Eine günstige Speicherklasse, gedacht für große Dateimengen, Archive oder Mediendaten. Und dann gibt es noch eine EMC Unity, eine sehr günstige Speicherklasse, mit der wir Kunden, die einfach noch weniger wichtige Daten ablegen wollen, auf Enterprise-Niveau etwas anbieten können.

Welche Data Domain nutzt scanplus?


STECKER: Für alle Daten, die auf der VMAX oder der Unity liegen, also für alle Primärdaten, muss es ja ein Backup geben, also einen Sekundärspeicher. In unserem Fall ist das eine Data Domain von Dell EMC, mit der wir über Jahre hinweg beste Erfahrungen gemacht haben. Beim letzten Mal haben wir die größte Variante, die DD9500, gekauft.

Was zeichnet diese Data Domain aus?

STECKER: Sie analysiert alle Daten live und dedupliziert und komprimiert sie, bevor sie abgespeichert werden. Ein Beispiel: Wir haben auf der Plattform 1000 Windows-Server mit derselben Installation und müssen an jedem Abend ein Backup erstellen. Die Data Domain merkt bereits beim zweiten Server, das sind dieselben Muster und es sind nur die Daten des einen Tages hinzugekommen. Er schreibt also nicht alles noch einmal. So kann ich in Summe unheimlich viel Datenplatz sparen und bekomme eine Ersparnis von 90 bis 92 Prozent hin. Und man benötigt somit natürlich auch deutlich weniger Server-Schränke im Rechenzentrum. All diese Komponenten ergeben zusammen den VBlock, beziehungsweise einen VxBlock, der auf Herz und Nieren getestet von der Firma VCE angeliefert und nach erfolgreichen Tests in Betrieb genommen wird.

Gibt es noch weitere Vorzüge dieser auf scanplus abgestimmten Formatierung?

STECKER: Ja! Zum Beispiel eine Release Certification Matrix, kurz RCM, mit einem Set an Soft- und Firmware-Versionen für alle verfügbaren Komponenten, deren Zusammenspiel durchgetestet ist. Über allem gibt es eine Instanz, also einen Server, der Vision heißt, und dieser kann einen so genannten Compliance Check durchführen. Er kann sich auf allen Systemen einloggen, den Software- und Firmware-Stand abfragen und dies dann mit seinen Listen abgleichen. Wenn alles hundertprozentig den Tests in der Fabrik entspricht, kommt am Ende ein grüner Haken dran. Gerade für Zertifizierungen ist das natürlich sehr vorteilhaft, denn man kann sofort den entsprechenden Nachweis vorlegen, dass unser Block alle Anforderungen erfüllt.

Gibt es noch weitere Vorteile?

STECKER: Die RCMs werden natürlich weiterentwickelt. Es kommen irgendwann neue Software- und Firmware-Stände raus. Diese werden von der VCE zunächst getestet, dann veröffentlicht und wir können dann sagen, wir machen ein Update für die ganze Plattform auf diese RCMs und sind somit auf dem neuesten und getesteten Stand. Das zeichnet einen VxBlock aus, dass man sich um die Konfigurationen und die Behebung möglicher Probleme keine Gedanken machen muss.

 

Wir verwenden Cookies, um Inhalte zu personalisieren und die Zugriffe auf unsere Website zu analysieren. Details ansehen