Managed Connectivity in Glasfaser gebündelt

Managed Connectivity in Glasfaser gebündelt

scanplus Redaktion
27. Februar 2019

In den scanplus-Datacentern können Sie immer mit der neuesten Technik rechnen!

Gespräch mit Johannes Herwig, Leiter der Produktentwicklung bei scanplus, über die in der Ulmer Cloud Factory entwickelten und produzierten Managed IT-Services, den stetig wachsenden Bedarf an deutlich größeren Bandbreiten und den Weg zum besten Service für professionelle Nutzer der Cloud.

Was zeichnet Managed Connectivity aus Ihrer Sicht besonders aus?

JOHANNES HERWIG: Hier bündeln sich die eigentlichen Kernkompetenzen der Deutschen Telekom mit den Qualitäten von scanplus. Das Thema Netz ist uns einfach in die Wiege gelegt. Als viele Jahre auf höchstem professionellen Niveau agierender Service Provider beherrschen wir das einfach.

 

Was ist das Erfolgsrezept hinter Managed Connectivity?

JOHANNES HERWIG: Beste Erfahrungen mit den bundesweit verfügbaren EthernetConnect-Leitungen der Telekom hatten wir ja seit langem. Wir haben in den vergangenen Jahren einerseits die Bereitstellung vereinfacht, verbessert und sicherer gemacht, vor allem aber den Rohzustand der Netzwerke mit unserem ausgereiften Portfolio veredelt, zu denen vor allem Security Services wie eine zentralisierte Firewall im Rechenzentrum gehören. Derzeit verproben wir diese Modul-Angebote mit MPLS-Netzen, also einer Vernetzung über IntraSelect, realisiert über große Datacenter-Modulknoten.

 

Letztendlich werden hier also mit Managed Connectivity gänzlich ausgereifte Managed IT-Services gebündelt.

JOHANNES HERWIG: Wir bieten bisher individualisierte Services nun durch die ermöglichte Vollautomatisierung breitentauglich an. Hinter dieser für uns sehr positiven Entwicklung steckt die intensive Zusammenarbeit mit der NSO der Deutschen Telekom. Und natürlich auch der Druck von sehr vielen qualifizierten Anfragen von potenziellen Kunden, die mit unseren IT-Services möglichst live arbeiten wollen.

Unsere Erfahrungen haben gezeigt, dass wir für den klassischen Weg, also Punkt-zu-Punkt-Verbindungen über Glasfaser mit dem Einbau von Endgeräten beim Kunden und im Datacenter von scanplus durch einen Telekom-Techniker, einen Vorlauf von mehreren Monaten einkalkulieren müssen. Uns war irgendwann klar, dass wir Abschlussgeräte benötigen, die nicht physikalisch Leitungen terminieren, sondern virtuell. Das heißt: Wir haben auf 10 Gigabit-Knoten umgestellt, auf denen wir mehrere Kunden terminieren lassen können. Ein Kunde kommt also über den Glasfaser-Backbone der Telekom in unser Rechenzentrum und terminiert rein logisch auf diesem Netzknoten. Da muss also kein Techniker mehr in unser Datacenter kommen, sondern die Leitung fällt rein virtuell aus einem VLAN-Port heraus.

 

Wie reagiert scanplus auf den Bedarf von deutlich größeren Bandbreiten?

JOHANNES HERWIG: Auch 10G-Knoten sind inzwischen oftmals zu klein, denn der Bedarf an größeren Bandbreiten wächst bei unseren Abnehmern stetig. Aus diesem Grund setzen wir auf unseren neuen Plattformen, die sich zwar nicht in Ulm, aber selbstverständlich in Deutschland befinden, bereits auf 100 Gigabit-Netzknoten. Dafür musste in intensiver Zusammenarbeit mit der Telekom eine entsprechende Lösung gefunden werden. Diese 100 Gigabit bekommen wir nun gestückelt in Zehner-Einheiten über Lichtwellenleiter-Hochleitungsnetze mit WDM-Technologie übertragen. Das sind dann auch keine Geräte mehr, sondern logische Einheiten.

Das spricht auch für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit der Telekom mit scanplus.

JOHANNES HERWIG: Die Zusammenarbeit ist wirklich sehr gut. Man muss aber auch wissen, dass wir zwischenzeitlich hinter der T-Systems und der Open Telekom Cloud einer der größten Abnehmer im Bereich EthernetConnect sind. Deshalb können wir im stetigen Austausch mit den Kollegen der Telekom auch bei der Produktentwicklung Einfluss nehmen.

Wie weit geht denn die Automatisierung bei der Bereitstellung der Managed IT-Services?

JOHANNES HERWIG: Unser Ziel ist die Automation aller Prozesse. Perspektivisch gilt das für den Orderprozess mit einer Connectivity- und Verfügbarkeitsprüfung in unserem Service Center, aber auch der Prozess nach der Bestellung soll für den Kunden deutlich transparenter werden. Die Telekom-Einheiten bekommen hier also die Möglichkeit, den aktuellen Status zu hinterlegen, und der Kunde bekommt visualisiert, wo er mit seiner Bestellung steht. Wann kommt sie? Welchen Grund gibt es für die Verzögerung? Dann wird beispielsweise eine Wetterkarte eingeblendet, die zeigt: Unter 8 Grad. Alles klar. Bauarbeiten sind derzeit nicht möglich.

Das Service Center bietet aber noch mehr.

JOHANNES HERWIG: In der Betriebsphase werden für die Nutzer alle relevanten KPIs und Metriken im Connectivity-Umfeld visualisiert aufbereitet. Was habe ich für eine Bandbreite von A nach B, aus was hat sich mein Traffic zusammengesetzt, Auslastungen in Grafikform und vieles mehr. Künftig sieht er all seine Services live im Einsatz. Wir wollen Kunden aber zudem die Möglichkeit der Änderung seiner Services geben. Technisch sind aufgrund der eingesetzten Glasfaser-Technologie eine Bandbreiten-Skalierung und Upgrades während der Laufzeit problemlos möglich.

Wie hört sich denn die Zukunftsmusik bezüglich der Managed Connectivity an?

JOHANNES HERWIG: Perspektivisch wollen wir das Layer 2-Abschlussgerät der Telekom, das ja heute bereits im Einsatz ist, via VPN um einen Cloud-Services-Router ergänzen, der den Kunden an ihren Standorten durch das Bereitstellen der Layer 3 deutlich mehr Möglichkeiten eröffnet. Zum Beispiel die Nutzung eines zentralen WLAN-Controllers mit erweiterten Kundenszenarien, das Trennen des internen Netzes in logische Bereiche oder die Verlängerung einer DMZ vom Kundenstandort bis zu uns ins Datacenter. Wir ergänzen das Portfolio also noch um ein gemanagtes Endgerät, das sich beim Kunden befindet, und erweitern die Weboberfläche des Service Center um Funktionalitäten, die Services zum Kundenstandort bringen.

Und der Kunde hat stets den vollen Überblick.

JOHANNES HERWIG: Das Service Center sorgt für absolute Transparenz. Und diese Form der Transparenz kann man sich nur dann leisten, wenn man richtig gut ist.

Wir verwenden Cookies, um Inhalte zu personalisieren und die Zugriffe auf unsere Website zu analysieren. Details ansehen