Patrik Pilsl – World we knew

Zuletzt konnte man Arbeiten von Patrick Pilsl in Ulm vor zwei Jahren in der Galerie von Tobias Schrade sehen, als er gemeinsam mit den drei Kollegen der Kunstsportgruppe Hochobir ausstellte. Nun also zurück an der Donau ein ARTistisches Solo und nicht weniger als ein Wagnis. Während die Galerie im Science Park wegen ihrer hohen Wandflächen besonders bei Künstlern gefragt ist, die sich in großen Formaten ausdrücken, ist Patrick Pilsl in den vergangenen Jahren in Berlin zum akribischen Detailist geworden. Neben seiner gleichsam ironischen wie hinterfragenden kartographischen Arbeit, die Marktplätze, Diktatoren und Drogenwege freilegt, zeichnet er beispielsweise mit feinstem Pinsel die Falten und den Schweiß von Boxern nach. Er nimmt das Absurde im Normalen und umgekehrt geradezu plakativ und haargenau unter die Lupe.Noch vor der Vernissage arbeitete Pilsl intensiv an neuen Arbeiten, die in Ulm nun ebenso zu sehen sind wie etliche Leihgaben eines Privatsammlers, die den Blick in die frühen Kradhalle-Zeiten – hier war Pilsl in der Ulmer Künstlergruppe „Die Fantastischen Vier“ aktiv – und in die Phase der künstlerischen Wandlung eröffnen. Es ist also höchst spannend zu sehen, wie die teils sehr kleinen Formate in der Galerie im Science Park ihren Raum einfordern und welche Konstellationen vom Künstler geschaffen wurden.

Am Abend der Vernissage trat Patrick Pilsl auch als sein Alter Ego Martin Dean auf und überzeugte mit seinen Crooner-Qualitäten, unterstützt vom Ulmer Kult-Gitarristen Gerhard Kutter. Für die einführenden Worte sorgte der Künstler Reiner Schlecker auf seine unvergleichliche Art und Weise sorgen.

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