Carla Chlebarov – Im All der Farbe

Farbige und mehrschichtige Statements mit emotionaler Tiefenwirkung, Bewegtes über ruhenden Farbfeldern, Prozesse der intensiven Auseinandersetzung: all das kann man in den Werken der in Salem lebenden und seit dem Kunststudium auch in München bestens vernetzten Künstlerin Carla Chlebarov sehen und nachfühlen wie auch die Energie des Entstehungsprozesses. Ihr Ausstellungstitel „Im All der Farbe“ trifft den Punkt sehr genau, denn Carla Chlebarov breitet in der Galerie im Science Park einen ganzen Farbkosmos aus und in ihre  gewaltigen Großformate wie etwa das mehr als vier Meter breite Öl-Gemälde „Old Boy“ kann man sich als Betrachter geradezu fallen lassen.


Noch immer schöpft die auf Norderney geborene Malerin, die zu den ersten Künstlern in den Münchner Domagk-Ateliers in München gehörte und auch von der wilden Zeit in der „Kolonie der Kreativen“ sehr geprägt wurde, aus dem Expressionismus und aus der Kraftquelle der Abstraktion. In ihren neueren Arbeiten wirken die Schichtungsprozesse geradezu durchsichtig. Die Tiefe und zarte Bruchstellen verbergen sich hier im geradezu Pergamenthaften. Sie hat in den vergangenen Jahren viel experimentiert, die Nähe zur grafischen Arbeit gesucht, sich auf rechnergesteuerte Lasertechnik eingelassen, schlicht gezeichnet oder mit Farben gespritzt und geworfen. Meist allerdings malte und malt sie mit Ölfarben auf Leinen und Nessel und das bisweilen mit urgewaltigem Sog.

 

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